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Sonntag, 12. Februar 2012

Take it Easy!

Heute Morgen um 6.30 Uhr Lokalzeit war es soweit - der Airbus A330 - 200 der Edelweiss Air setzte nach ruhigem Flug auf der Landebahn des Phuket International Airport auf. Blauer Himmel, 26° Celsius und eine angenehme Brise.

Der Transfer ins Thanyapura Retreat verlief ebenso problemlos, wie die gesamte Reise und so hatte ich um 10 Uhr schon gefrühstückt, ausgepackt, das Velo zusammengebaut und alle meine elektronischen Spielzeuge online gebracht. Einzig der Scooter war noch nicht da, aber der sollte zwei Stunden später auch vor der Türe stehen. Take it easy war eh das Motto des Tages, also auch kein Beinbruch.

So entschied ich mich für eine erste, kurze Schwimmeinheit und fuhr mit dem Rad die wenigen hundert Meter zum Sport Club. Dort erwartete mich folgendes Bild:


Kurz in Worten für alle, die ihren Augen nicht trauen: Olympischer 50m-Pool mit 8 Bahnen, modernste Ozon-Filteranlage (richtig, kein Chlor), Wassertemperatur ca. 28° Celsius. Und jetzt kommts: Der Pool gehörte mir ganz alleine! - nein, nicht nur eine Bahn, der ganze Pool!

Es war also 11 Uhr morgens - ergo 5 Uhr Schweizer Zeit. Ich war rund 14 Stunden unterwegs, 10 davon sitzend im Flugzeug. Mein Hals fühlte sich nicht gut an und ich hatte Mühe mit dem Atmen. Also gabs eine echte Take-it-Easy-Trainingseinheit. Nach 2000m war Schluss, aus die Maus. Mein Körpergefühl und der Hals liessen nicht mehr und auch nichts anderes zu.

Nach einem kurzen Abstecher ins gepflegte Restaurant gleich neben dem Pool und der Begrüssung durch Katja, Thomas und Jaray - sie kamen von der sonntäglichen langen Bikeeinheit zurück - kreuzte auch der Scooter-Vermieter auf. Und ebenfalls Michael, der mit Christian und mir hier die nächsten zwei Wochen trainieren wird.

So gings weiter ins Bake, der angesagtesten lokalen Bäckerei, locker flockig mit den Scootern. Vorher aber mussten die, wie immer, erst einmal aufgetankt werden (vermietet wird hier mit 1l Benzin im Tank?!?) und auch die Thai-Simcard wollte etwas Speck ansetzen.

Wenn wir gerade vom Scooter sprechen. Zu jedem gibts einen schicken Helm. Meiner sogar mit checked flag im echt schnittigen Renndesign. Das wars dann aber auch schon: Sitzen tut das Ding wie eine Blechdose auf einem Zaunpfahl. Drücken tut es überall. Und wehe, wenn man sich damit den Kopf anschlägt - dann schmerzt das wohl mehr als ohne. Doch wie war das doch gleich noch? Richtig: Take it Easy!

Nach dem Bake gings dann noch ins nagelneue Einkaufszentrum Lotus Tesco. Welch ein Kontrast: Hier eine auf Glanz, Glamour und Umsatz getrimmter Konsumtempel, 100m weiter Strassenküchen und Barackenläden.

Morgen kommt Christian an und der will gleich seinen Bock zusammensetzen und eine lockere 120m-Einheit radeln - nein, nein, 2 Stunden und nicht 120km. Mir solls recht sein, ich werde vorher noch Schwimmen gehen. Schliesslich nimmt auch Take-it-Easy früher oder später ein Ende.

Dienstag, 20. Dezember 2011

Autsch!

6:30 Uhr. Sven Epiney (mein Gott, der ist überall!) reisst mich aus dem Schlaf. Autsch! Selber schuld, schliesslich habe ich den Radio-Wecker selbst gestellt. Und immer noch lieber der frisch verliebte Sven als der brutale Buzzer.

Raus aus den Federn, Katzenwäsche, Zähne putzen, anziehen. Die Badehose und das Badetuch in die Sporttasche und noch schnell eine Banane essen. Und schon sitze ich im Auto und fahre nach Adliswil.

Nur 20 Minuten später springe ich ins Wasser. Autsch! Schwimmtraining am frühen Morgen ohne Frühstück war noch überhaupt nie mein Ding. Und trotzdem tue ich mir das neuerdings vier Mal die Woche an. Morgenstund hat Chlor im Mund!

200m Einschwimmen. Nach 80m päng - der Kollege auf der Bahn kann vor lauter Technikübungen links nicht mehr von rechts unterscheiden und knallt in mich hinein. Autsch! Zu meiner Entschuldigung: ich schwamm Rücken!

Nach nicht einmal einem Kilometer machen meine Atemwege wieder zu. Wie seit Tagen. Ich habe weder Schnupfen noch Husten, kein Halsweh, aber meine Bronchien arbeiten nicht so, wie sie sollten. Schon bei langsamem Schwimmen komme ich ausser Atem, die Muskeln beginnen zu brennen, ich bin langsam wie eine Ente. Autsch!

Alles freiwillig. Wie dieser junge Mann, der offenbar Autsch nicht kennt: