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Montag, 13. Februar 2012

Erster Tag im Büro.

Heute Morgen kam Christian aka Ironbarrel auch auf Phuket an und damit war es vorbei mit der planlosen Tagesgestaltung. Na ja, eigentlich war damit schon fertig bevor er ankam, denn um 7 Uhr in der Früh sprangen Michael und ich auf nüchternen Magen in den Pool. Im Gegensatz zu gestern fühlte sich das Wasser schon viel besser an und meinen Atemwegen scheint die schwülheisse Hitze zu bekommen. So resultierte ein gut 60-minütige Schwimmeinheit aus dieser morgenlichen Bettflucht.

Dann kam also Christian an. 30 Minuten später war sein Bock zusammengesetzt und einsatzbereit und weitere 30 Minuten später gings los auf die erste kurze Veloausfahrt. Wie heiss es ist, zeigt sich wegen dem Wind erst, wenn man einen Schluck Wasser aus dem Bidon nimmt - ich kenne da einige, die müssten wahrscheinlich erst ein wenig blasen, damit sie das Wasser trinken könnten!!

Wie abgemacht gingen wir die Sache echt easy an und zügelten unsere Rennpferdchen. Etwas mehr als 50 km gabs. Und natürlich durfte der kurze Besuch bei Bake auch nicht fehlen. Ich wollte noch ein wenig meine Laufbeine testen und bekam auch gleich die Bestätigung, dass Rennen am Nachmittag so gegen 14 Uhr eine sehr fragwürdige Angelegenheit ist. Atmen? Fehlanzeige! So war denn nach 3 km Schluss. Dafür lief der Schweiss noch für mindestens weitere 45 Minuten weiter!! Kalt Duschen zwecklos!

So kamen heute doch immerhin 3 Stunden Training zusammen. Der Rest des ersten Tages im Büro gehörte dann den sehr angenehmen Dingen wie Iced Frappucino oder Energy Booster schlürfen, Eis essen, Facebookeln oder Haselnüsse knabbern!

Wer sich wundert über so viel easy going sei vertröstet. Wir werden so ab Ende der ersten Woche die Umfänge recht massiv steigern. Aber von -10° auf +32° C will erst einmal verkraftet werden - und das bei einer enorm hohen Luftfeuchtigkeit. Wer hier gleich loslässt wie ein Irrer, wird es sehr schnell bitter bezahlen. Es reicht, wenn die Kanaren-, Spanien- und Italien-Heimkehrer mit leerem Blick und kratzendem Hals wieder nach Hause kommen.

Mittwoch, 8. Februar 2012

Wie geht man mit 50° Temperaturunterschied um?

Am Samstag ist es soweit. Um 14.00 Uhr fliege ich mit der Edelweiss nach Phuket, Thailand. Von der sibirischen Kälte in die subtropische Hitze - gut und gerne 50° Temperaturunterschied! Aber besser so, als umgekehrt!

Regelmässige Blogleser mögen sich jetzt fragen: da war doch was, vor einem Jahr? Richtig: Flucht aus dem Paradies! Damals bin ich nach einer Woche Dauerregen entnervt unplanmässig früh wieder in die Schweiz zurückgekehrt. Und ehrlich gesagt: Das Thema Phuket schien damals für immer gegessen. Wieso jetzt also doch wieder?

Nun, wer schwache Nerven und einen Hang zu leicht entfachbarer Missgunst hat, sollte jetzt gleich hier aufhören zu lesen. Dieses Mal werde ich 5 1/2 Wochen auf Phuket bleiben - so lässt es sich gut mit 50° Temperaturunterschied umgehen! Es gibt keinen Grund, gleich am ersten Tag schon loszulegen wie ein Irrer. Die erste Woche steht ganz im Zeichen der Akklimatisation, bevor dann etwas über drei harte Trainingswochen folgen. Die Früchte der Arbeit werden dann am 18. März am Ironman 70.3 Singapore getestet. Nach einer kurzen Erholung fliege ich am 22. März in die Schweiz zurück.

Auf die Idee gebracht, längere Zeit in Phuket zu trainieren, hat mich Christian Fässler aka Ironbarrel. Er zieht nach dreijährigem berufsbegleitendem Studium einen wohlverdienten Sabbatical ein und bereitet sich minutiös auf seinen ersten Ironman in New York vor. So werden wir eine kleine Trainingsgemeinschaft bilden und uns gegenseitig fordern, aber auch bremsen, wenn nötig!

Unseren Trainingsstützpunkt schlagen wir im Thanyapura Sports and Leisure Club auf. Dieses nagelneue Trainingszentrum bietet je einen 50m- und 25m-Pool mit 10 Bahnen, Gym und Leichtathletikbahn. Zudem leitet der legendäre Jürgen Zäck dort die Triathlon-Akademie. Wir werden also Gelegenheit haben, mit Profis und starken Age Groupern zu trainieren.










Selbstverständlich werde ich regelmässig aus dem Triathlon-Paradies berichten.