... oder wie drei Zäck-Attäcks zum Rohrkrepierer wurden!
Schauplatz Time Trial Loop hier in Phuket, so gegen 7.30 Uhr morgens. Auf dem Programm standen 3 x 5 km Zeitfahren all-out mit jeweils 5 km lockeres Rollen dazwischen. Format: 2er- und 3er-Teams starten im Abstand von ca. 30 Sekunden, die langsameren zuerst, die schnellen am Schluss. So weit, so gut.
Ich war heute mit Ricky in einem 2er-Team, alle anderen in 3er Teams. Das bedeutete, dass wir nur jeweils die Hälfte der Erholungszeit in Windschatten gegenüber den 3er-Teams hatten. Wenn überhaupt, denn es stellte sich schnell heraus, dass ich ich heute wirklich gute Beine hatte und das Gros der Führungsarbeit verrichtete.
So wurden wir auf der ersten Runde nur vom Fast-Pro-Team Frederic, AJ und Ray eingeholt. Beim Start zur 2. Runde dann der grosse Moment. Jürgen sagte zu seinem Team: Jetzt holen wir den Gilbert ein! Das hatte ich gehört und meine Beine ebenfalls.
Obwohl mich Ricky zunehmend weniger unterstützen konnte, holte uns wieder nur das Fast-Pro-Team am Schluss der Steigung ein - konnte uns aber nicht abhängen. Und Jürgen und sein Team? Dazu nur soviel:
Dann die 3. und finale Runde. Nun fuhr ich mit der Ausnahme einer Ablösung alles alleine an der Spitze und deponierte meinen Teamkollegen unterwegs. Wieder das Fast-Pro-Team an der gleichen Stelle. Und Jürgen? Dazu soviel:
Sorry Jürgen, aber das musste ich einfach schreiben - schliesslich kommt man als Age Grouper im HaHa-Alter nicht jeden Tag in den Genuss eines solchen Erlebnisses. Ich bin sicher, deine Revanche wird mich vernichtend treffen. Aber Vorsicht, ich werden bereit sein ;-)!
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Dienstag, 28. Februar 2012
Über nicht erfüllte Kampfansagen ....
Sonntag, 26. Februar 2012
Über San Phra Phum, leere Schläuche, volle Dosen und eine Kasserole.
San Phra Phum sind kleine Geisterhäuschen. Sie werden errichtet, sobald ein Grundstück bebaut wird, um damit die Geister (Phra Phum), die das Gelände bewohnt haben, für den Verlust ihrer Heimat zu beschwichtigen und ihnen auf demselben Grundstück eine Ersatzheimstatt zu geben. Damit der Geist auch in seinem Häuschen bleibt, werden immer wieder Opfergaben wie Getränke und alle zwei Wochen auch Essen deponiert.Dieser San Phra Phum steht direkt beim Eingang zum Thanyapura Retreat. Wichtig ist, dass er prächtiger gebaut ist als das Gebäude und er nicht vom Schatten desselben getroffen wird. Andere Länder, andere Sitten. Aber dieser Brauch ist doch durchaus liebenswert, denn im Unterschied zu vielen anderen religiösen Ursprungs zielt er nicht darauf ab, andere als Ungläubige zu verteufeln.
Nun sind wir also schon zwei Wochen hier in Phuket und haben uns sehr gut eingelebt. Besonderes Merkmal diese Woche: es war sehr, sehr heiss. Und so müssen wir jeden Tag gut in uns hineinhören, bevor wir die gesteckten Trainingsziele umsetzen. Das ist ein nicht zu unterschätzender Balanceakt. Kleines Beispiel: Am Mittwoch habe ich einen Double Run Day absolviert. Am Morgen 15 km Ausdauerlauf, dann 1,5 km easy Schwimmen und am Abend ein Bahntraining mit der Gruppe. Das ergab insgesamt 26 km Laufen. Und es war der Ausgangspunkt für so richtig leer Schläuche am Wochenende.
So musste ich gestern die Gruppe auf den TT-Einheit ziehen lassen - obwohl, die Jungs sind auch schon nach nur 5 km mit bis zu 55 km/h losgerast. Heute dann Beine zum vergessen. Zumindest zum Anfang und zum Ende. Als wir losfuhren passte gar nichts. Die Beine wollten nicht, der Kopf
auch nicht. So ein Tag, wo jedes Tempo zu schnell ist, jede kleine Steigung nervt, jeder Speedbump zum falschen Moment kommt und man ungebremst hineindonnert. Dann das Ritzel, das schon die ganze Woche die Kette verweigert - nur, dass es heute total nervt. Der Kopf sagt dauernd: Vergiss es, das wird nichts. Kehre um. Was soll der Scheiss?Doch da ist auch diese Stimme, heute ganz weit hinten, die sagt: Hör nicht darauf, fahre weiter, es wird noch!
Auf diese Stimme habe ich dann auch gehört. Ich entschied mich, Tony, Evelyn und Christian fahren zu lassen. Dann bin ich der Gruppe um Jürgen Zäck entgegengefahren und alleine ging es schon besser. Und nach ca. 60 km
machte ich einen Cola-Stopp. Und wieder einmal zeigte sich die ganze geballte Power, die in so einer vollen Dose steckt. Innert Minuten lief es - und es machte Spass. Als ich dann auf die Gruppe stiess, konnte ich jedes Tempo mitgehen. Und zum Schluss, auf den letzten gut 15 km Zeitfahren konnte ich mächtig Dampf machen.Allerdings lässt sich dieses Erlebnis nicht einfach so beliebig wiederholen. Denn die zweite Dose Cola hatte so gut wie keine Wirkung mehr und so wurde ich auf der Fahrt zurück zum Sportzentrum wieder brutal auf den Boden der Realität zurückgeholt: Die Schläuche waren auf einmal wieder leer. Aber hey, mit solchen Beinen noch 125 km trainiert - nicht von schlechten Eltern.
Last but not least komme ich zum Thema Kasserole. Wer kocht weiss: Kasserolen braucht man u.a. zum Schmoren. Nun, kochen tun wir hier nicht - vielmehr werden wir regelmässig gekocht. Im Pool (oder eben besser Kasserole) haben wir fast täglich Wassertemperaturen von über 30° und zusätzlich brennt die Sonne aufs Wasser. Mir bereitet das grösste Schwierigkeiten beim Atmen und mein Körper zeigt Zeichen von Verweigerung. Nach einem Schwimmtraining fühle ich mich, wie wenn mein Fleisch vom Knochen fällt. Dann fehlt nur noch der Kartoffelstock und die Sauce - bon appetit!
Aber genug gejammert. Alles in allem läuft es prima, die Form kommt und meine Hitzeresistenz verbessert sich laufend - physisch und psychisch! Mit Kona vor den Augen sowieso.
Die Woche brachte 14,3 km im Wasser, 340 km auf dem Velo und 62 km per Pedes. Klingt nach nicht sonderlich viel, aber die nackten Zahlen sagen nichts über die Inhalte und die Intensität. Wer also denkt, das hier sei mehr ein Ferienaufenthalt als ein Trainingslager, dem sei versichert: falsch gedacht!
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Mittwoch, 8. Februar 2012
Wie geht man mit 50° Temperaturunterschied um?
Am Samstag ist es soweit. Um 14.00 Uhr fliege ich mit der Edelweiss nach Phuket, Thailand. Von der sibirischen Kälte in die subtropische Hitze - gut und gerne 50° Temperaturunterschied! Aber besser so, als umgekehrt!
Regelmässige Blogleser mögen sich jetzt fragen: da war doch was, vor einem Jahr? Richtig: Flucht aus dem Paradies! Damals bin ich nach einer Woche Dauerregen entnervt unplanmässig früh wieder in die Schweiz zurückgekehrt. Und ehrlich gesagt: Das Thema Phuket schien damals für immer gegessen. Wieso jetzt also doch wieder?
Nun, wer schwache Nerven und einen Hang zu leicht entfachbarer Missgunst hat, sollte jetzt gleich hier aufhören zu lesen. Dieses Mal werde ich 5 1/2 Wochen auf Phuket bleiben - so lässt es sich gut mit 50° Temperaturunterschied umgehen! Es gibt keinen Grund, gleich am ersten Tag schon loszulegen wie ein Irrer. Die erste Woche steht ganz im Zeichen der Akklimatisation, bevor dann etwas über drei harte Trainingswochen folgen. Die Früchte der Arbeit werden dann am 18. März am Ironman 70.3 Singapore getestet. Nach einer kurzen Erholung fliege ich am 22. März in die Schweiz zurück.
Auf die Idee gebracht, längere Zeit in Phuket zu trainieren, hat mich Christian Fässler aka Ironbarrel. Er zieht nach dreijährigem berufsbegleitendem Studium einen wohlverdienten Sabbatical ein und bereitet sich minutiös auf seinen ersten Ironman in New York vor. So werden wir eine kleine Trainingsgemeinschaft bilden und uns gegenseitig fordern, aber auch bremsen, wenn nötig!
Unseren Trainingsstützpunkt schlagen wir im Thanyapura Sports and Leisure Club auf. Dieses nagelneue Trainingszentrum bietet je einen 50m- und 25m-Pool mit 10 Bahnen, Gym und Leichtathletikbahn. Zudem leitet der legendäre Jürgen Zäck dort die Triathlon-Akademie. Wir werden also Gelegenheit haben, mit Profis und starken Age Groupern zu trainieren.


Selbstverständlich werde ich regelmässig aus dem Triathlon-Paradies berichten.
Regelmässige Blogleser mögen sich jetzt fragen: da war doch was, vor einem Jahr? Richtig: Flucht aus dem Paradies! Damals bin ich nach einer Woche Dauerregen entnervt unplanmässig früh wieder in die Schweiz zurückgekehrt. Und ehrlich gesagt: Das Thema Phuket schien damals für immer gegessen. Wieso jetzt also doch wieder?
Nun, wer schwache Nerven und einen Hang zu leicht entfachbarer Missgunst hat, sollte jetzt gleich hier aufhören zu lesen. Dieses Mal werde ich 5 1/2 Wochen auf Phuket bleiben - so lässt es sich gut mit 50° Temperaturunterschied umgehen! Es gibt keinen Grund, gleich am ersten Tag schon loszulegen wie ein Irrer. Die erste Woche steht ganz im Zeichen der Akklimatisation, bevor dann etwas über drei harte Trainingswochen folgen. Die Früchte der Arbeit werden dann am 18. März am Ironman 70.3 Singapore getestet. Nach einer kurzen Erholung fliege ich am 22. März in die Schweiz zurück.
Auf die Idee gebracht, längere Zeit in Phuket zu trainieren, hat mich Christian Fässler aka Ironbarrel. Er zieht nach dreijährigem berufsbegleitendem Studium einen wohlverdienten Sabbatical ein und bereitet sich minutiös auf seinen ersten Ironman in New York vor. So werden wir eine kleine Trainingsgemeinschaft bilden und uns gegenseitig fordern, aber auch bremsen, wenn nötig!
Unseren Trainingsstützpunkt schlagen wir im Thanyapura Sports and Leisure Club auf. Dieses nagelneue Trainingszentrum bietet je einen 50m- und 25m-Pool mit 10 Bahnen, Gym und Leichtathletikbahn. Zudem leitet der legendäre Jürgen Zäck dort die Triathlon-Akademie. Wir werden also Gelegenheit haben, mit Profis und starken Age Groupern zu trainieren.

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