25. Dezember 2011. Es ist wohl kaum ein Zufall, dass mir ausgerechnet am Fest der Liebe das Motto für meinen Blog für das Jahr 2012 erschienen ist: love it or leave it - liebe es oder lass es sein! Das ist auch die Lektion, die mich das vergangene Jahr gelehrt hat.

Erst als mir klar wurde, wie sehr ich diesen Sport liebe, ist das Feuer der Leidenschaft wieder aufgeflackert. Aber nur wo echte Liebe ist verdrängt die Leichtigkeit die Verbissenheit. Und diese Leidenschaft und Leichtigkeit hat mir ein unbezahlbares Geschenk beschert: Kona 2012.

Dort, auf dem Ali Drive, wird sich am 13. Oktober 2012 mein grosser Traum erfüllen, wenn ich die Ziellinie überqueren werde. Der lange Weg dorthin wird gepflastert sein mit wunderbaren Momenten und vielen, vielen IMotions. Join me!

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Training mit Wildcard.

Noch keine drei Wochen ist es her, seit ich in Cozumel die Flucht nach vorne angetreten habe und schon einmal während rund acht Stunden "Führungsluft" schnuppern durfte. Fehlen also noch gut zwei Stunden um auch einmal als erster durchs Ziel zu gehen! Viel Arbeit, schon, aber was wichtiger ist sind die grossartigen Momente, die sich beim Arbeiten immer wieder ergeben.

In den zwei Wochen nach dem Ironman habe ich mich erstaunlich schnell erholt. Kaum zu glauben, denn erst konnte ich drei Tage lang wirklich fast nicht gehen. Einmal zu hause angekommen verschwand der Muskelkater schlagartig und schon bald kam die Lust auf Bewegung zurück. Ich befriedigte diese Lust erst einmal mit ein paar kurzen, lockeren Schwimmeinheiten. Als dann meine Beine beim Bierathlon tadellos funktionierten, entschloss ich mich, wieder mit dem Training zu beginnen.

Leider sind ja die Schneeverhältnisse ziemlich schitter und so ist Langlaufen in der Region im Gegensatz zum letzten Jahr nicht möglich. Also back to the roots und erst einmal swimbikerun wieder ankurbeln - und natürlich auch das Eisen nicht vergessen.

So kams, dass ich am Montag um 07:15 Uhr im Hallenbad Adliswil die Ironman-Pause definitiv beendete und in den Off-season-Modus wechselte. Bekanntlich halte ich ja wenig vom langsamen Herumschleichen, bei dem recht schnell viele sportspezifischen Fähigkeiten verloren gehen. Im Gegenteil: ich arbeite gezielt an diesen Fähigkeiten in kurzen, konzentrierten und sehr zielorientierten Workouts. Sogar Laktattoleranz steht auf dem Programm. Ironman-Legende Lou Hollander, 81, meinte einmal, zu seinem Erfolgsrezept befragt: Ich gehe in jedem Training einmal über die Laktatschwelle!!

Speziell so kurz nach einem Ironman und in der Off-season generell trainiere ich aber nicht stur nach Plan, sondern mit einer Wildcard. Je nach dem, was mein Körper mir signalisiert, setze ich sie ein: ein Tag Pause, kürzere Intervalle, tiefere Intensität - was immer sich richtig anfühlt, ist erlaubt. Verboten sind Einheiten, die wirklich schmerzen oder zu erschöpfend sind. Alles zu seiner Zeit.

Training mit Wildcard macht wirklich auch Spass, denn wenn ich sie jetzt zücke, habe ich weder ein schlechtes Gewissen, noch kompromitiere ich meine Trainingszielsetzungen - im Gegenteil. Und wenn dann fertig ist mit Off-season geht die Post schon wieder mächtig ab!!

2 Kommentare:

Bernhard hat gesagt…

Aber bitte nicht zu heftig sonst sehe ich dich in Hawaii ja nur noch von hinten!!!!!! Las einem Armen Österreicher doch auch noch ein wenig Freude

Marketa hat gesagt…

Aloha Gilbert,
nachdem ich die Treppe nicht mehr rückwärts runter gehen muss und meine Ohren sich von den Jubelschreien der Mexikaner erholt haben, macht "Wildcard Training"richtig Spaß. Nächstes Jahr will ich unbedingt nach Hawaii-du hast ja das Ticket schon in der Tasche und Bernhardt-unsere Triathlon Kampfmaschine aus dem Zillertal hat wohl auch Ambitionen.... Grüße aus München Marketa