25. Dezember 2011. Es ist wohl kaum ein Zufall, dass mir ausgerechnet am Fest der Liebe das Motto für meinen Blog für das Jahr 2012 erschienen ist: love it or leave it - liebe es oder lass es sein! Das ist auch die Lektion, die mich das vergangene Jahr gelehrt hat.

Erst als mir klar wurde, wie sehr ich diesen Sport liebe, ist das Feuer der Leidenschaft wieder aufgeflackert. Aber nur wo echte Liebe ist verdrängt die Leichtigkeit die Verbissenheit. Und diese Leidenschaft und Leichtigkeit hat mir ein unbezahlbares Geschenk beschert: Kona 2012.

Dort, auf dem Ali Drive, wird sich am 13. Oktober 2012 mein grosser Traum erfüllen, wenn ich die Ziellinie überqueren werde. Der lange Weg dorthin wird gepflastert sein mit wunderbaren Momenten und vielen, vielen IMotions. Join me!

Freitag, 17. Februar 2012

Der Thai-Power-Riegel: Handarbeit versus industrielle Fertigung.

Langsam aber sicher gewöhnen wir uns hier an die lokalen Gegebenheiten, sprich die Hitze, die Luftfeuchtigkeit, den Linksverkehr, die Essensgewohnheiten. Wer in einem Trainingslager nicht auf seine Pülverchen, Riegel, Gels, Kapseln, Engergy Shots und ähnliches Krims-Krams verzichten kann, der ist hier definitiv am falschen Ort. Ausser, er importiert das industriell gefertigte Zeugs in seinem Gepäck.

Verhungern muss hier auf Phuket aber dennoch keiner. In jedem noch so kleinen Kaff gibt es kleine Läden, in denen es Getränke, getrocknete Tropenfrüchte, Kekse und ähnliches gibt. So kostet beispielsweise ein 0,5 Literflasche Wasser 5 Baht, was etwa 15 Rappen entspricht. Selbst bei unseren Läufen nehmen wir immer ein wenig Kleingeld mit und machen je nach Durst einen kleinen Abstecher, um unsere Trinkflaschen aufzufüllen.

Bei Kilometer fünf unseres 7,5 km Loops kommen wir an einem Laden vorbei, der etwas ganz Besonderes zu bieten hat: handgefertigte Thai-Power-Riegel:


Dabei handelt es sich um süssen, klebrigen Reis, gefüllt mit exotischen Früchten, eingewickelt in ein Bananenblatt. Sie werden jeden Tag frisch hergestellt und kosten die Lächerlichkeit von 3 Baht (= 9 Rappen). Und schmecken tun sie wie das Manna im Paradies - grossartig.

Auf dem Bananenblatt sucht man vergebens auf die Ingredienzien, die Nutrition Facts und irgendwelche Versprechen bezüglich Leistungssteigerung. Das Bananenblatt lässt sich ohne schlechtes Gewissen im nächsten Busch entsorgen. Und eine Prüfnummer, von welchen Händen der Riegel geformt wurde, findet sich ebenfalls nirgends. Ah ja, eine Hotline für Fragen rund um das Produkt ebenfalls nicht.

Ob ich mir nun in die Hosen mache, dass sich meine Leistung aufgrund fehlender industriell gefertigter Hochleistungs-Sportnahrung nicht im gewünschten Umfang entwickeln könnte? Nääähhhhh - was die Natur auftischt, war noch immer gut!